Gemeinsam für Klimaschutz und weltweite Gerechtigkeit

Für viele Menschen auf unserem Planeten ist der Kampf gegen die Folgen der Klimaveränderungen schon längst zu einem Kampf ums Überleben geworden. Zum Beispiel für die Kleinbäuerin Eliana Agbati aus Djekote im südöstlichen Togo.

 

Togo: Unabhängiger werden von den Regenzeiten

Über viele Jahrzehnte haben die Menschen im Tal des Boko-Flusses mit einer Landwirtschaft auf Grundlage von Brandrodung, chemischem Dünger und starkem Pestizideinsatz gewirtschaftet. „In den letzten 15 Jahren haben sich die Regenzeiten völlig verändert. Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass es überhaupt in der Zeit der Aussaat regnet. Zudem sind nun auch die Böden völlig ausgelaugt. Das macht mir schon große Angst, ob meine Familie von der Ernte leben kann“, berichtet sie.
 

Vom weltweiten Klimawandel hatte sie bis vor kurzem nichts gehört. Durch die Arbeit der ASW-Partner*innen in der Region lernt sie aber einiges darüber, was sie selber tun kann, um die Situation zu verbessern. „Wir bekommen jetzt Ausbildung und praktische Hilfe bei neuen Formen von Bewässerung, die uns von den Regenzeiten unabhängiger macht. Und wir lernen, die Böden durch ökologische Methoden zu verbessern und auf schädliche Gifte zu verzichten.“
 

Brasilien: Eine nachhaltige Nutzung der Wälder ist  möglich

Auf der anderen Seite des Atlantiks im brasilianischen Maranhão hat Maria dos Santos schon länger Erfahrung mit dem Thema Klimawandel. Sie lebt seit vielen Jahren vom Sammeln und Weiterverarbeiten der Babaçunuss. Diese ist im Cerrado, der Savannenlandschaft am Rande des Amazonasgebietes weit verbreitet und dient hunderttausenden Frauen als Erwerbsquelle.„Wir haben sehr schnell begriffen, dass die Zerstörung der Wälder für Soja, Zuckerrohr oder Rinderweiden mitverantwortlich für die dramatischen Klimaveränderungen in Brasilien und weltweit ist“, sagt  die 52-Jährige. Der Ansatz unserer brasilianischen Partner*innen für eine nachhaltige Nutzung der Cerrado-Savanne liegt für sie auf der Hand. „Die Nuss gibt uns sehr viel. Wir stellen Kosmetikartikel  aus dem Kernöl her, produzieren Seife und Mehl aus dem Mark der Nuss. Die Schalen sind ein guter Brennstoff. Mit den Palmblättern lassen sich Hütten herstellen. Wir könnten hier ein gutes Leben ohne Zerstörung der Natur führen.“

 


Doch der Weg dahin ist für die Frauen lang und steinig. Denn im Cerrado werden immer mehr Flächen für die exportorientierte Agrarindustrie freigegeben. 70% des riesigen Biotops sind bereits in Agrarwüsten umgewandelt. Der Zugang zum Land und damit zu den Palmen wird für die Frauen immer schwieriger. Da ihr Einkommen davon abhängt, sind die Nussknackerinnen  bereit dafür zu kämpfen.

Der gemeinsame Kampf gegen den fortschreitenden Klimawandel und seine schon heute spürbaren sozialen Folgen gewinnt weltweit immer mehr an Bedeutung und Dringlichkeit.
Deshalb bitten wir Sie heute, die vielfältigen Aktivitäten unserer Partner*innen weltweit für Frauen wie Eliana aus Togo und Maria aus Brasilien mit einer solidarischen Spende zu  unterstützten.