ca 10 Senegalesische Frauen stehen im Kreis, einige rühren in großen Gefäßen, zwei sitzen daneben

Verarbeitungsstätte für Fonio (lokale Hirsesorte) in Salemata

Wenn das Land weniger gibt: Landwirtinnen werden zu Unternehmerinnen

Rapen

Klimawandel bedroht die Lebensgrundlagen von Frauen im Senegal. Mit RAPEN finden sie neue Einkommenswege – durch Ausbildung, Netzwerke und kleine Unternehmen.

Viele Frauen in der Küstenregion Saint-Louis verarbeiten lokale Produkte und sichern damit das Einkommen ihrer Familien. Doch Dürren, Bodenerosion und überfischte Gewässer aufgrund von Klimawandel und Umweltzerstörung entziehen ihnen zunehmend diese Grundlage. RAPEN hilft den Frauen neue wirtschaftliche Perspektiven zu entwickeln.

Ausbildung und neue Einkommensquellen für Frauen

In Schulungen lernen Frauen und Mädchen, wie sie unabhängig von klimabedrohten Tätigkeiten ein eigenes Einkommen erwirtschaften können. Im Saloum-Delta stehen Getreideverarbeitung, Schneiderei und Färbetechniken im Mittelpunkt. In Kédougou lernen die Teilnehmerinnen, das traditionelle, klimaresistente Getreide Fonio (lokale Hirseart) sowie Sheabutter und Honig weiterzuverarbeiten und zu vermarkten. Sie erhalten Zugang zu einer modernen Verarbeitungsanlage und erschließen sich städtische Absatzmärkte.

Vernetzung und wirtschaftliche Eigenständigkeit

Als Genossenschaft bündeln sie ihre Kräfte, um die lokalen Ressourcen gemeinsam und effizienter zu nutzen. Die Ziele sind klar: weniger Arbeitsbelastung, bessere Qualität und Ernährungssicherheit, höhere und stabilere Einkommen. Damit verringern die Frauen ihre Abhängigkeit von unsicheren Einkommensquellen, stärken ihre gegenseitige Solidarität und erweitern ihren Handlungsspielraum. Die Genossenschaft ist dabei kein Selbstzweck, sondern Instrument der Selbstorganisation und der Anpassung an den Klimawandel.

Die Gemeinden profitieren, wenn Frauen wirtschaftlich handlungsfähig sind. Mit Ihrer Unterstützung kann RAPEN weitere Frauen erreichen.