Bewegung für einen demokratischen Wandel in Togo

TOGO

Togo ist eine der letzten Familiendiktaturen Westafrikas. Seit 1967 regiert die Familie Gnassingbé das Land. Auch die Einführung eines Mehrparteiensystems Anfang der 90er Jahre hat nicht viel an der Situation geändert. Durch immer wieder manipulierte Wahlen und Unterdrückung der Opposition konnte die Gnassingbé Familie ihre Vormachtstellung behaupten.

Mit einer Reihe neuer Gesetze hat das Regime 2019 seine Macht noch stärker abgesichert. Unter anderem wurden das Demonstrationsrecht und die Pressefreiheit noch stärker eingeschränkt und kritische Journalist*innen inhaftiert und gefoltert.  

Auch beim Kampf gegen Corona setzt die Regierung auf unmenschliche Methoden: Spezialtruppen des Militärs sollen die Maßnahmen durchsetzen, Menschen werden dafür verprügelt und Oppositionelle willkürlich verhaftet.

Kampf für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit

Einen demokratischen Wandel fordert die Bewegung FCTD (Front du Citoyen Togo Debout) in Togo. Ihre Vision ist ein demokratisches Land mit fairen Wahlen und Rechtsstaatlichkeit.  Die Bewegung ist ein Zusammenschluss aus etwa 20 Vereinen und wurde 2017 gegründet, zu einer Zeit, in der Massendemonstrationen in Togo gegen das Regime viele Tote und Verletze forderten.

Die „Front für ein aufrechtes Togo“ hat sich schnell als wichtigste unparteiliche Bewegung etabliert. Sie wird von verschiedenen diplomatischen Vertretungen wie der UN anerkannt und bei wichtigen Prozessen herangezogen.

Sie agiert dabei neutral und unabhängig. Durch ihren rasanten Aufstieg stehen sie nun vor neuen Herausforderungen und wollen sich regional und international mehr etablieren. Um den Kampf für Demokratie und Meinungsfreiheit weiter führen zu können, wollen sie sich besser mit anderen Organisationen vernetzen.

Der Austausch mit verschiedenen Oppositionsbewegungen in Westafrika und die Gewinnung neuer Partner*innen soll bei der Findung von neuen Strategien helfen und die internationale Öffentlichkeit auf die Unterdrückung der Bevölkerung in Togo aufmerksam machen.

Als Teil des Komitees für die Freilassung aller politischen Gefangenen in Togo setzen sie sich auch aktiv gegen willkürliche Inhaftierungen ein und kritisieren die Justiz für ihr parteiisches Handeln im Namen der Regierung.

 

Wir finden es wichtig, uns mit den Partner*innen in Togo zu solidarisieren und sie beim Kampf für einen demokratischen Wandel und für den Schutz der Menschenrechte zu unterstützen. Wir bitten Sie daher, für dieses Projekt zu spenden.