Frauen in der Goldabbauregion Senegals

UNIKS stärkt Frauen und Jugendliche in der Goldregion Senegals

„Es gibt kaum Jobs und die Landwirtschaft wird auch immer schwieriger“, erzählt der junge Mann aus Salemata. Die Goldfunde in der Region haben ihm keine neue Perspektive gegeben. Arbeit in den Goldunternehmen bekommen fast nur qualifiziertere  Migrant*innen. Jeder zweite Jugendliche in Salemata ist arbeitslos. „Viele Freunde denken daran, nach Dakar oder nach Europa zu gehen. Hier ist es hoffnungslos.“

Neben den Jugendlichen leiden besonders die Frauen unter der Armut. In den ländlichen Regionen sind 60% der Frauen Analphabetinnen. Viele werden Opfer von früher Heirat und Mutterschaft, sexueller Gewalt und Prostitution. Mit dem Goldrausch und dem massiven Zuzug nach Kédougou haben sich diese Probleme weiter verschärft.

„Zu viele Menschen werden von der Politik völlig vergessen“, sagt Nestor Bianquinch, Leiter des ASW-Partners UNIKS. „Wirklich was ändern werden wir erst, wenn die Betroffenen vor Ort mitbestimmen können.“ Neben Weiterverarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte gehört deshalb auch eine Schulung von insgesamt 40 Personen in politischer Beteiligung zum Programm. Bei den nächsten Kommunalwahlen sollen 20 Frauen und Jugendliche in die örtlichen Gremien gewählt werden.

Ein aktueller Aktionsort ist das abgelegene traditionelle Bedick-Dorf Andiel. Eine gemeinsame Getreidemühle wird die Frauen des Dorfes zukünftig bei ihrer täglichen Arbeit  unterstützen. So sparen sie nicht nur viel Zeit, sie produzieren auch einen Überschuss an Mehl, den sie in den umliegenden Orten verkaufen können. Die Mühle ist auch ein Ort des Austausches und der Organisierung  von Fraueninteressen im Dorf.

Unser Afrikareferent  Boubacar Diop hat die Projektregion im Februar 2020 bereist. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie bitte hier.

Wir freuen uns, wenn  Sie  die benachteiligten Jugendlichen und Frauen in Kédougou mit Ihrer Spende unterstützen!