Junge Quilombolas sichern sich ihre Zukunft

Quilombolas sind die Bewohner*innen von Gemeinschaftsdörfern, gegründet von ehemaligen Sklaven. Mit ABAYOMI sichern dort Jugendliche ihre Landtitel und machen sich ökonomisch unabhängig, um als neue Generation den Kampf um ihre Rechte fortzuführen.

Im Allgemeinen leben die Quilombolagemeinden Marajós von Landwirtschaft, Fischfang und Sammelwirtschaft. Einige Familien beziehen auch staatliche Unterstützung in Form von Renten oder Familienzuschüssen. Da der Zugang zu den in der Verfassung verbrieften Rechten, vor allem dem Recht auf die kollektiven Landtitel, so fundamental für die Lebensweise der Quilombola ist, gilt es für diese energisch einzutreten und sie auch gegen Angriffe der aktuellen Regierung zu verteidigen. Denn nur so werden auch junge Menschen aus den Quilombolagemeinschaften eine Perspektive auf ein Bleiben in ihren Dörfern haben.

Mit einer Ausbildung zu Gemeindeführungen für Touristen sowie Workshops zu Tanz und der Herstellung von Instrumenten startete im August 2018 ein neues Projekt der Jugendlichen. Ziel ist es, dass die Quilombolajugend vor Ort auch eine ökonomische Perspektive findet und in den kommenden Jahren auch die Führung in ihren Gemeinden übernehmen kann.