Indigene Frauen gegen Holzraub und Großprojekte

FAOR stärkt gezielt indigene Frauen, damit sich diese wirksamer gegen Holzraub, die Exploration mineralischer Rohstoffe auf ihren Territorien sowie gegen Staudämme wehren können.

Die Guerreiras da Floresta tauschen sich auch mit anderen indigenen Frauen Maranhãos aus und nehmen am überregionalen Vernetzungsprozess des ASW-Partners FAOR teil. Die Frauen sind auch die ersten, die im Rahmen eines von der ASW, dem BMZ und der Heidehof Stiftung unterstützten Projektes ihre Territorien mit Drohnen überwachen und schützen werden. „Mit Drohnen können wir Eindringlinge, illegale Abholzungen und Brände schneller erkennen“, erläutert Eliane Guajajara das neue Schutzkonzept. „So wollen wir die Wälder als Grundlage unserer Kultur schützen.“

Ein weiterer Vorteil dieser neuen Instrumente: Sie bewahren die Frauen vor direkten Konfrontationen mit den Holzfällern. Denn diese sind meist gewaltsam.

Um die indigenen Gemeinschaften Amazoniens zu stärken, hat der ASW-Partner FAOR alle zusammengebracht, die von Wasserkraftvorhaben, Bergbau und Infrastrukturmaßnahmen bedroht sind. Gemeinsam beraten die Guajajara nun mit den Munduruku und Kumaruara vom Rio Tapajós und den Gemeinschaften vom Rio Xingu über die für ihr Überleben zunehmend bedrohliche Situation und entwickeln neue Selbstverteidigungsstrategien.

Die Lage ist ernst: Die UNO-Sonderberichterstatterin für die Rechte indigener Völker Victoria Tauli-Corpaz hatte bereits 2016 vor dem Risiko des Ethnozids an den indigenen Völkern Brasiliens gewarnt. Unter der Regierung von Präsident Bolsonaro verschlechtert sich die Situation zunehmend.

Neue Gesetzesvorhaben sollen den Zugriff auf indigenes Land erleichtern und die Ausweisung neuer Territorien verhindern. Einschüchterung und Morde an führenden Aktivisten und Aktivistinnen nehmen zu. Zur Verteidigung ihrer Landrechte und damit zum Schutz der verbliebenen Waldgebiete brauchen die indigenen Gemeinschaften dringend unsere Unterstützung und unsere Solidarität!

Wir bitten Sie daher um ihre Spende für diese neuen Schutzkonzepte.