Nachhaltige Waldnutzung mit Babaçu

MIQCB, die Bewegung der Babaçu-Sammlerinnen, verteidigt deren kollektive Landrechte und unterstützt sie bei der nachhaltigen Nutzung des Waldes und der Vermarktung ihrer Produkte.

Die Babaçu-Palme spielt daher eine Schlüsselrolle für die KleinbäuerInnen: Der Kern der Nuss liefert das Öl zum Kochen oder die Basis für Seife, die Schale wird zum Brennstoff und das inwändige Mark wird als Mehl verwendet. Aus den Palmwedeln werden Häuser gefertigt.

Die Babaçu-Wälder waren einst Teil staatlichen Landes, von wo KleinbäuerInnen systematisch durch Großgrundbesitzer vertrieben wurden. Die Sammlerinnen kämpfen nun für ihr Recht auf freien Zugang zu den oftmals als Rinderweiden eingezäunten Wäldern. Und sie initiieren Kampagnen gegen das Fällen der Palmen. Lokale Regierungen unterstützen häufig die Rodungsvorhaben der zerstörerischen „Landbesitzer“, da die Sammelwirtschaft als rückschrittlich belächelt wird. Umweltbildung und Bekanntmachung des Potentials der Babaçu-Sammelwirtschaft richten sich daher gleichermaßen an politische Autoritäten als auch an abwanderungswillige, ländliche Jugendliche.

Das Projekt wird non der Stiftung Überlebensrecht mitgefördert.