Doch die Wälder, in denen die Palmen wachsen, sind bedroht. Einst öffentliches Land wurde von Großgrundbesitzern angeeignet und für Viehweiden eingezäunt. Dadurch verlieren die Sammlerinnen den Zugang zu den Wäldern, von denen ihre Lebensgrundlagen abhängen.
Organisation und Selbstbestimmung der Quebradeiras
Mit der Gründung des Movimento Interestadual das Quebradeiras de Coco Babaçu (MIQCB) haben sich die Landarbeiterinnen eine neue Zukunft erkämpft. In selbstorganisierten Kooperativen verarbeiten sie die Babaçu-Nuss zu fairen Preisen und unter eigener Kontrolle. Das Projekt unterstützt Frauen dabei, ihre kollektiven Strukturen auszubauen und ihre Produktion besser zu organisieren. Schulungen zu Ernährungssicherheit und solidarischer Wirtschaft erweitern ihr Wissen. Gleichzeitig fördert es den Austausch zwischen den Gruppen und stärkt die Zusammenarbeit innerhalb der Bewegung.