Dokumentation der Online-Podiumsdiskussion vom 20.08.20

Im Rahmen unserer Kampagne „Recht auf Bleiben, Recht auf Gehen“ laden fand am 20.08.2020 eine Podiumsdiskussion über Wege der Migration in und durch Subsahara-Afrika statt.

 

Folgende Fragen sollten diskutiert werden

Welche Rolle spielen die internationale Entwicklungszusammenarbeit, die derzeitige europäische Migrations- und Handelspolitik und transnationale Solidarität im Kontext ländlicher Entwicklung und Translokalisierung in Subsahara-Afrika? Welche lokalen Lösungen können dafür sorgen, dass Menschen gehen können, es aber nicht müssen, und wie können sichere Wege geschaffen werden, um Bewegungsfreiheit für alle zu garantieren?
Angesichts dieser aktuellen Debatten über Migration haben wir mit Projektpartner*innen der ASW und verschiedenen Akteuren der Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über Zusammenhänge und Herausforderungen von Binnen- und internationaler Migration diskutiert.
 

Moderation:
 

Adetoun Küppers-Adebisi

ist Dipl. Wirtschaftsingenieurin und Publizistin, Kuratorin und international prämierte Medien-, Gender- und Kulturaktivistin. Aus intersektionaler (Black) feministischer Perspektive doziert sie zu kultureller Vielfalt, Schwarzer deutscher Literatur und Rassismus in Medien.
 

Gäste: 
 

Ini Damien

Ist Leiterin der ASW-Partnerorganisation Association pour la Promotion Féminine de Gaoua, (Verein zur Förderung der Frauen Gaouas, APFG) in Burkina Faso. Durch Projekte zur Bekämpfung von Genitalverstümmelung, zur Berufsausbildung von Mädchen sowie der Vergabe von solidarischen Mikrokrediten für Existenzgründungen verbessert APFG die Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen im ländlichen Raum.

Hannah Niedenführ

ist Doktorandin am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück. Hier forscht sie zum Zusammenhang von Migration und Entwicklung, u.a. zur Migration von Kindern in Burkina Faso im Zuge der "Anvertrauung". Sie ist (Mit-)Autorin zweier Bücher und mehrerer Artikel in diesem Themenfeld.

Dr. Boniface Mabanza

Ist Koordinator der KASA - Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika und Teil der Fachkommission für Fluchtursachen der BRD. In der Demokratischen Republik Kongo unter der Militärdiktatur Mobutus geboren, promovierte er an der Universität Münster und erhielt 2015 für seinen konsequenten Einsatz für afrikanische Perspektiven, insbesondere in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen afrikanischen und europäischen Ländern und der EU, den Dorothee-Sölle-Preis für aufrechten Gang.

Razakou Aboubakari

Ist Koordinator und Mitbegründer der ASW-Partnerorganisation Association Togolaise des Expulses (togoische Vertriebenenvereinigung, ATE), die die Rechte von zurückgewiesenen oder abgeschobenen Migrant*innen durch familiäre und berufliche Wiedereingliederung fördert und traumatisierte Migrant*innen psychologisch betreut.

Nyima Jadama

Ist Print- und Rundfunkjournalistin, und TV-Moderatorin aus Gambia. Seit 2017 in Deutschland, berichtet sie in ihrer Talk-Show ‘Leben und Berichten im Ausland‘ über Migration, Kultur und Empowerment von Frauen und die Lebenswirklichkeit von Geflüchteten in Deutschland. Nebenbei engagiert Sie sich als feministische Aktivistin gegen Abschiebungen.