Frauen wollen Agrarökologie mit Arbeitserleichterung

TOGO

Das Dorf Djékoté liegt in der in der Meeresregion von Togo und gehört zur Präfektur Vo. Die Menschen dort leben hauptsächlich von der Landwirtschaft und bauen Mais, Maniok und Gemüse an. Maniok ist das regionale Grundnahrungsmittel. Verschiedene traditionelle Gerichte werden aus Maniok zubereitet und die Ernährungssicherheit der Bevölkerung hängt direkt vom Anbau dieser Wurzelpflanze ab.

Eine besondere Rolle spielen dabei die Frauen. Ihnen obliegt nicht nur der Anbau, sondern auch die Verarbeitung der Wurzel zu Mehl sowie die Zubereitung der Mahlzeiten. Die meisten von ihnen produzieren kleine Überschüsse und können aus der Vermarktung ein zusätzliches Einkommen beziehen.

Wichtige Arbeitserleichterung durch Maniokmühlen

Doch die Verarbeitung von Maniok ist eine schwere Arbeit. „Es dauert Stunden, um den Maniok mit Steinen zu zerkleinern, da wir keine Mühle im Dorf haben, und noch mehr Stunden, um Totholz zum Kochen zu suchen.“ So beschreibt ATISSO Sossi, Mitglied der Frauengruppe in Djekote, ihre täglichen Mühen.

Dazu kommen gesundheitliche Probleme bei den Frauen. „Der Rauch, den man regelmäßig stundenlang einatmet, kann eine Ursache dafür sein“, vermutet AGBOKA Agbidohoin, Vorsitzende der Frauengruppe.

Die Frauengruppe von Djékoté hat daher die Organisation OPED, die die Bäuer:innen seit 2019 bei der Umstellung auf Agrarökologie begleitet, um Unterstützung  gebeten. Konkret wurde eine kleine Verarbeitungsanlage mit einer Mühle und Verarbeitungsgeräten vorgeschlagen. Für OPED passt das ins Konzept, denn seit drei Jahren arbeitet die Organisation zusammen mit den Frauen an einer Verbesserung des Maniokanbaus und besserer Vermarktung und zielt dabei vor allem auf eine Mengensteigerung von qualitativ hochwertigem Maniok ohne Pestizide.

Bessere Vermarktung heißt auch sichere Ernährung

Die Verarbeitungsanlage befindet sich derzeit im Bau und die Bewohner:innen des Dorfes Djékoté freuen sich bereits auf ihren Start. Die Anlage wird mit Solarenergie betrieben, da das Dorf noch keinen Zugang zu Elektrizität hat. Das Verwaltungskomitee, das aus 25 Frauen besteht, wird zurzeit ausgebildet, um den reibungslosen Betrieb der Verarbeitungsanlage zu gewährleisten. Die Frauen werden in der Verarbeitung und Konservierung von Maniok und anderen landwirtschaftlichen Produkten wie Mais geschult.
Das OPED-Team wird sie auch bei der Vermarktung der wichtigsten Produkte, Maniokmehl, Maismehl und Wein unterstützen. Für die 450 Frauen des Dorfes bedeutet dies eine Zeitersparnis und eine geringere Belastung. Die Verarbeitungseinheit wird nicht nur ein Arbeitsplatz sein, der den Frauen der Organisation ein zusätzliches Einkommen ermöglicht, sondern auch ein Treffpunkt, um Themen zu diskutieren, die die Frauen speziell betreffen.