Zwei Frauen halten Schilder hoch: "Stereotype dekonstruieren" und "Widerstand"

Frauen gestalten die Zukunft des Amazonas

FASE

Abholzung, verschmutzte Flüsse und Dürren treffen Frauen im Amazonasgebiet besonders hart. FASE stärkt ihre Rolle beim Schutz des Waldes und der Biodiversität und gibt ihren Forderungen eine Stimme.

Wenn Wälder zerstört, Flüsse verschmutzt oder Ernten durch Dürren vernichtet werden, müssen Frauen mehr arbeiten. Denn sie kümmern sich in ihren Gemeinschaften oft um Wasser, Lebensmittel, Hausgärten und die Versorgung ihrer Familien. Gleichzeitig verlieren sie wichtige Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Auch Spannungen in den Familien und Gewalt nehmen zu. Der Verlust der natürlichen Lebensgrundlagen bedroht deshalb nicht nur die Umwelt, sondern auch die Sicherheit, Rechte und Zukunftschancen von Frauen.

Frauen machen den Unterschied

FASE bringt Frauen zusammen und stärkt ihre Gruppen und Netzwerke. Sie lernen mehr über ihre Rechte, über Klimagerechtigkeit sowie die besondere Benachteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen. In Frauengruppen und einer überregionalen feministischen Organisation wehren sie sich gegen häusliche Gewalt und tragen ihre Anliegen an Behörden und andere Verantwortliche weiter. Durch Proteste tragen sie ihre Forderungen nach außen und treten gemeinsam für Veränderungen ein. 

„Viele Frauen verschweigen die erlebte Gewalt und reden nicht darüber“, sagt Rosilene Pinto da Mota, Mitglied der Vereinigung der Landarbeiterinnen der Gemeinde Santarém.

FASE arbeitet mit Universitäten, Behörden, Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen zusammen. So finden die Erfahrungen und Forderungen der Frauen aus den Gemeinden Gehör und können dauerhaft in Gesellschaft und Politik wirken.

Wissen bewahren und Einkommen schaffen

Außerdem sollen Frauen stärker an Entscheidungen in ihren Gemeinden beteiligt werden und wirtschaftlich unabhängiger werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist dabei die Bewahrung ihres Wissens über traditionelle Heilmittel. Die Frauen erhalten Schulungen und vertiefen ihr Wissen über diese Pflanzen. Dadurch sollen sie mehr Sicherheit, Anerkennung und Einfluss gewinnen. Zugleich können wichtige Kenntnisse für Gesundheit, Umwelt und das Zusammenleben in den Gemeinden erhalten bleiben.

Starke Frauen für den Schutz des Waldes

Das Wissen und die Erfahrungen von Frauen sind von großer Bedeutung, wenn es darum geht, Wälder, Flüsse und andere Lebensgrundlagen vor multinationalen Firmen, Bergbau und Agrarindustrie zu schützen.

Das Projekt wird vom BMZ unterstützt sowie von der Heidehof-Stiftung, die sich gemeinsam mit der ASW für eine nachhaltige Nutzung des Amazonasgebietes einsetzt.